Salto mortale

salto mortale

Grimsel August 2008

Hoch über dem Grimselsee schwebt ein echtes, fünf Meter langes Sprungbrett. Die Installation nennt sich sinnigerweise „Salto mortale“ und weist auf die Übernutzung der alpinen Gebirgslandschaft hin. Diese verkommt zum Spielplatz für die Spassgesellschaft. Teils absurde Fun- und Extremsportarten besetzen bald jeden Winkel und der Güter- und Freizeitverkehr auf den Passstrassen nimmt ständig zu.

Zusätzlich beeinträchtigt die ungebremste Energieverschwendung wertvollste Gebirgslandschaften: Auf dem Grimselpass sollen 20 grosse Windturbinen zur Stromgewinnung entstehen. Die Kraftwerke Oberhasli halten an ihren Plänen fest, den Grimselsee höher zu stauen und das einzigartige Vorfeld des Unteraargletschers zu überfluten, um die schweizerische Stromproduktion um 0,3 Promille zu steigern.

salto

Die Installation wird vor Wintereinbruch entfernt ohne Spuren zu hinterlassen.

An „Salto mortale“ sind beteiligt:
Mercedes Capdevila / Christoph Flück / Iris Krebs / Nick Röllin / Heinz Stähli / Peter Stähli / Adolf Urweider / Hansueli Urwyler.

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